Online Gesprächsabend: Was ist (menschliches) Leben?

Im Gespräch mit Prof. Dr. Schlatt und PD Dr. Nordhoff (14.01.2021)

Beim Online-Gesprächsabend zum Thema „Was ist (menschliches) Leben?“, organisiert von der Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster, waren die CeRA-Wissenschaftler*innen Prof. Dr. Stefan Schlatt und PD Dr. Verena Nordhoff zu Gast. Sie haben die Frage nach dem (menschlichen) Leben aus Sicht der Reproduktionsmedizin beleuchtet und von den neuesten Erkenntnissen und Methoden aus dem Forschungsgebiet berichtet. Hören Sie rein!

Stefan Schlatts Forschung am CeRA
Verena Nordhoffs Forschung am CeRA

Andrology2020 – digitales Format des Weltkongresses war ein voller Erfolg

Am Ende des Jahres stand für das Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA) ein besonderes und einzigartiges Event an: Münster durfte vom 5.-9. Dezember den ersten gemeinsamen Kongress der International Society of Andrology (ISA), der European Academy of Andrology (EAA) und der Deutschen Gesellschaft für Andrologie (DGA) ausrichten.

Ein weltumspannender Kongress in Pandemiezeiten? Zwar ist der Traum eines Präsenzkongresses in der schönen Kulisse Münsters zerplatzt, doch wurde die Online-Premiere des weltgrößten Andrologie-Kongresses zu einem vollen Erfolg. Mehr als 700 Androlog*innen und Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt haben an dem digitalen Event teilgenommen und insgesamt über 300 Vorträge und Poster-Präsentationen verfolgt. Die Organisatoren Prof. Sabine Kliesch (Chefärztin im CeRA) und Prof. Stefan Schlatt (CeRA Direktor) resümieren: „In der pandemischen Situation war das digitale Format perfekt, um Einblick in die jüngste Forschung und klinische Entwicklungen zu gewinnen und andrologische Kompetenz in Forschung und Patientenversorgung weltweit zu stärken.“

Das CeRA konnte sich während des Kongresses großartig in Szene setzen und räumte gleich vier Preise der DGA ab. Margot Wyrwoll wurde für ihre Publikation „Bi-allelic Mutations in M1AP are a frequent cause of meiotic arrest and severely impaired spermatogenesis leading to male infertility“ mit dem Publikationspreis der DGA ausgezeichnet. Swati Swarma sowie Sabine Kappes erhielten jeweils einen Vortragspreis und Sophie Kaldewey einen Posterpreis.

Eine ausführliche Pressemitteilung zu Andrology 2020 ist auf den Webseiten der Medizinischen Fakultät oder der DGA zu finden.

Heft mit allen Abstracts

Fruchtbarkeitskrise: "Ein laufendes Experiment mit unklarem Ergebnis"

Ein Interview mit Prof. Dr. Jörg Gromoll bei Technology Review

In der heutigen Gesellschaft leiden immer mehr Menschen unter Infertilität. Gleichzeitig bleiben die Ursachen der Infertilität bei Betroffenen überwiegend im Verborgenen. Infertilität muss endlich besser erforscht werden und als öffentliche Krankheit anerkannt werden. Warum, das erklärt Prof. Dr. Jörg Gromoll im Interview.

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Jörg Gromolls Forschung am CeRA

"Wenn Spermien vom Weg abkommen"

Oktober 2020 wissen|leben - Die Zeitung der WWU Münster

Die Zeitung der WWU Münster berichtet über unsere Forschung zur männlichen Fruchtbarkeit: gemeinsam mit dem Institut für Reproduktionsgenetik erforschen wir die genetischen und molekularen Ursachen der Spermiendefekte.

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"Der unfruchtbare Mann - Kampf gegen eine unterschätzte Volkskrankeit"

Heft Nr. 38, 12.09.2020

DER SPIEGEL berichtet über unsere Forschung und den neuen CatSper-Test

Von Barbara Hardinghaus und Maik Großekathöfer

-Ein Abschnitt des Artikels-

...Das Ei schüttet Botenstoff aus, Hormone, die für die Spermien wie Wegweiser sind. Daran orientieren sie sich im Genitaltrakt der Frau. So wie Immunzellen im Blut Bakterien aufspüren, spüren die Spermien das Ei auf. Dafür besitzen sie in der Membran ihres Schwanzes einen Sensor, ein Protein mit dem Namen CatSper. Wenn dieses Protein kaputt ist, ist ein Mann unfruchtbar. Strünker hat einen Schnelltest entwickelt, der in Münster etwa einem Jahr angewendet wird. Mit einer Pipette wird Ejakulat in zwei Rörchen getröpfelt. Dann wartet man eine halbe Stunde. Wenn die Spermien nicht mehr schwimmen, sind sie gesund - sie hören auf, sich zu bewegen, weil sie kein Signal von der Eizelle aufnehmen. Spermien mit einem defekten Rezeptor suchen immer weiter...

Spermien - Ist die männliche Fruchtbarkeit gefärdet?

Prof. Kliesch zu Gast bei Planet Wissen

Sendung vom 26.03.2020

Link zur Sendung

2019_Q3 | forschung Das Magazin der Deutschen Forschungsgemeinschaft: „Der vergessene Mann“

von Prof. Dr. rer. nat. Jörg Gromoll, Dr. Christian Schiffer und Prof. Dr. med. Frank Tüttelmann

Die Ursachen für Unfruchtbarkeit und ungewollte Kinderlosigkeit von Paaren können bei Frau und Mann liegen. Doch die „reproduktive Gesundheit“ des männlichen Geschlechts wurde lange vernachlässigt. Nun setzt die Forschung auf einen Blickwechsel.

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Unerfüllter Kinderwunsch

Behandlung und Erforschung von männlicher Unfruchtbarkeit am UKM

Unerfüllter Kinderwunsch kann zu einer großen Belastung für Paare werden. Bei ca. der Hälfte der Paare ist die Ursache für das Ausbleiben einer Schwangerschaft beim Mann zu suchen. In diesem kurzen Video berichten Prof. Dr. Sabine Kliesch, Chefärztin im Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie, und Prof. Dr. Frank Tüttelmann, Direktor des Instituts für Reproduktionsgenetik, von der Erforschung der vielfältigen Ursachen männlicher Infertilität und einer differenzierten Diagnostik, die in Münster eine individuelle Behandlung der Patienten ermöglicht.

Das Klinefelter-Syndrom

Die Sicht des Patienten

Das Klinefelter-Syndrom ist eine der häufigsten genetischen Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit, verursacht durch eine angeborene Chromosomenanomalie (Karyotyp 47,XXY oder höhere Aneuploidien und Mosaikbefunde). Im CeRA erforschen wir das Syndrom und behandeln Betroffene.

In diesem Film erzählen Patienten mit dem Klinefelter-Syndrom von ihrem Umgang mit der Diagnose.