Mikro- und nanostrukturierte Oberflächen

Die Wechselwirkung einer Zelle mit ihrer Mikroumgebung bestimmt die Zelldifferenzierung und beeinflusst wichtige zelluläre Prozesse, wie Proliferation, Adhäsion und Migration. Mittels nanostrukturierter Oberflächen, bei denen in kontrolliertem Abstand adhäsionsfördernde Moleküle aufgebracht werden, untersucht das Biomedizinische Technologiezentrum Zell-Oberflächen-Interaktionen. Dabei sollen Mikroumgebungen generiert werden, die eine selektive Zelladhäsion fördern und eine Anreicherung bestimmter Zelltypen aus komplexen Zellgemischen erlauben. Dies Verfahren kann in der medizinischen Diagnostik Anwendung finden, um beispielsweise zirkulierende Tumorzellen oder fötale Zellen aus Blut zu isolieren.Darüber hinaus werden mikrostrukturierte, biofunktionalisierte Oberflächen eingesetzt, um eine dreidimensionale Mikroumgebung zur Kultivierung differenzierter Primärzellen zu erzeugen. Zur Untersuchung der Zell-Mikroumgebung wird u.a. die digitalholographische Mikroskopie verwendet, die nanoskalige Strukturen im dreidimensionalen Raum darstellen kann.

 

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