Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von 2006 bis 2009 geförderte Leitprojekt NanoCare diente der Erfassung möglicher Auswirkungen industriell erzeugter Nanomaterialien auf die Gesundheit des Menschen. Das Konsortium aus Universitäten, Industrie und Forschungseinrichtungen erarbeitete wesentliche Grundlagen zur Sicherheit synthetischer Nanomaterialien. Die Mitarbeiter des Biomedizinischen Technologiezentrums haben in diesem Projekt Messstrategien und in vitro Testsysteme entwickelt, die eine zuverlässige Erfassung biologischer Wechselwirkungen von Nanomaterialien mit lebenden Zellen erlauben. Zur besseren Handhabung und Vergleichbarkeit toxikologischer Studien wurden Standardarbeitsanweisungen formuliert. Darüber hinaus wurden die gewonnenen Erkenntnisse der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zur Verfügung gestellt, um die Entwicklung international anerkannter Teststrategien voranzutreiben. Die Auswirkungen 24 verschiedener synthetischer Nanomaterialien auf zehn verschiedene Zelllinien sowie die Zusammenhänge zwischen Materialeigenschaften und zytotoxischer Wirkung wurden im NanoCare Abschlussbericht und in Publikationen verschiedener Fachzeitschriften veröffentlicht.