CellL@nanO
Das Adhäsionsverhalten von Zellen wird neben der chemischen Beschaffenheit auch entscheidend von der Struktur einer Oberfläche beeinflusst. Dabei zeigen verschiedene Zelltypen ein unterschiedliches Adhäsionsverhalten gegenüber identischen Oberflächen. Diese Eigenschaft machte man sich im Projekt Cell@NanO zunutze, um durch unterschiedlich nanostrukturierte Oberflächen eine selektive Anreicherung diagnostisch relevanter Zelltypen zu erzielen. Im Gegensatz zu gängigen, Antikörper-basierenden Separationstechniken ermöglicht dies die Isolierung intakter Zellpopulationen aus komplexen Gemischen wie Blut. Das interdisziplinäre Team bestehend aus einem Biotechnologie-Unternehmen (QIAGEN), Partnern aus der Materialwissenschaft (MPI für Metallforschung) und Mitarbeitern des Biomedizinischen Technologiezentrums konnte nanostrukturierte Oberflächen funktionalisieren und das selektive Adhärenzverhalten epithelialer Zellen untersuchen. Am Biomedizinischen Technologiezentrum wurden die molekularen Mechanismen der Zelladhäsion analysiert. Darüber hinaus wurden am Biomedizinischen Technologiezentrum verschiedene Verfahren zur Blutproben-Vorbereitung entwickelt. Cell@NanO wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung von Januar 2007 bis Dezember 2010 gefördert.